U15-1: Vilbelerinnen belohnen sich nicht

MSG Bad Vilbel – Germania Pfungstadt 0:0

Mit dem Anpfiff machten die MSGlerinnen den Gästen aus Pfungstadt klar, wer hier „Herr im Hause“ ist. Mit sicheren und schnell ausgetragenen Passkombinationen ließen die Vilbelerinnen die Südhessinnen oftmals dem Ball nur hinterherschauen. Bereits in der 2. Spielminute wurde es zum ersten Mal gefährlich, als Leonie Springer den Ball per Lupfer knapp über die Latte setzte. Nur zwei Minuten später kam Lilly Reichert an der Strafraumgrenze zum Schuss, welcher aber – zu mittig geschossen – den Weg in die Arme der gegnerischen Torhüterin fand. Weitere aussichtsreiche Torchancen durch Sophie Trepohl oder Michelle Carpio konnten nicht verwertet werden. Der Druck der Vilbelerinnen war in den ersten 25 Minuten so stark, dass es den Pfungstädterinnen kaum gelang, sich aus der Umklammerung zu lösen. Lediglich Befreiungsschläge sorgten für kurze Atempausen. Die MSGlerinnen taten sich allerdings auch mit einer kompakten und sehr gut stehenden Germania-Defensive äußerst schwer (nicht umsonst haben die Südhessinnen noch keinen Gegentreffer in dieser Saison hinnehmen müssen). Oftmals fand der „letzte Ball“ nicht den erwünschten Weg. Gegen Ende der ersten Halbzeit flachte der Druck der Hausherrinnen etwas ab und beide Mannschaften egalisierten sich im Mittelfeld. Mit einem Chancenverhältnis von 5:0 ging es in die Halbzeitpause.
Nach Wiederanpfiff setzten die Vilbelerinnen zunächst dort an, wo sie zu Beginn der ersten Hälfte angefangen hatten: Druckvolles Spiel mit schnellen Ballstafetten. Doch auch jetzt fehlte die Durchschlagskraft, sich gegen eine sehr abgeklärte gegnerische Defensive durchzusetzen.
Das hohe Tempo der MSG schien jedoch nach und nach seinen Tribut zu fordern. Immer öfter setzten die Pfungstädterinnen zu Gegenstößen an, die jedoch zunächst von der MSG-Abwehrabgefangen werden konnten. Die letzten zehn Minuten der Partie gehörten den Gästen aus Pfungstadt. Mit zwei großen Gelegenheiten (beide nach Eckbällen) hätten sie dem Spiel eine andere Richtung zeigen können. Die größte Chance der Pfungstädterinnen konnte in der 62. Spielminute MSG-Schlussfrau Natalia Mikovic entschärfen, als sie den Schuss der auf sie zueilenden Stürmerin in einer 1:1-Situation parieren konnte. Auf der Gegenseite hatte nur zwei Minuten später Lilly Reichert die Gelegenheit, das Spiel zugunsten der MSG zu entscheiden: Nach der schönsten Ballstafette des Spiels wurde sie mustergültig bedient – ihr platzierter Schuss ins Toreck wurde allerdings im letzten Moment von der stets wachsamen Germania-Torhüterin gerade noch entschärft.
Am Ende der Partie, die sie zum Großteil dominiert hatten, mussten sich die Vilbelerinnen mit dem Remis zufrieden geben, konnten aber von Glück reden, dass kurz vor Schluss der Gegentreffer nicht fiel.